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Unterwegs im Wald

 

 

Die Schmetterlingsgruppe des Kinderhauses geht seit einigen Jahren regelmäßig in den Wald. Am Anfang stand ein Waldprojekt, wo wir zwei Wochen lang jeden Tag im Wald waren. Wir merkten schnell, wie wichtig uns und den Kindern diese Zeit in der Natur ist.

Aber auch andere Sachen, wie der Morgenkreis, Sport, Musik, der Vorschultreff und das Basteln sind uns wichtig. Um all die vielen Aktivitäten unterzubringen und keine aus den Augen zu verlieren, braucht alles seine feste Zeit. So kam es, dass der Donnerstag unser regelmäßiger Waldtag wurde.

 

 

 

In der wärmeren Jahreszeit, je nach Wetterlage etwa von Ostern bis zu den Herbstferien, gehen wir bereits 8 Uhr vom Kindergarten los. Jeder hat einen Rucksack mit Trinkflasche und Proviant dabei. Zuerst laufen wir ein ganzes Stück und suchen uns ein schönes Plätzchen zum Rasten. Bei schlechterem Wetter bietet uns der Waldspielplatz auf der Neuländer Str. eine kleine Hütte, wo wir zumindest trocken und windgeschützt unser Frühstück genießen können. Ist das Wetter schöner, findet sich auf einer Waldwiese oder auf Baumstämmen ein gemütliches Plätzchen.

Und dann wird natürlich viel gespielt. Da werden Buden gebaut, geklettert, balanciert, Wettspiele gemacht, geschnitzt, Ameisen, Vögel und Käfer beobachtet, Blumen gepflückt, Mandalas gelegt, Steine/Holz und andere Schätze gesammelt und vieles mehr.

Je nach Wetterlage und unseren Befindlichkeiten haben wir bestimmte Plätze, die wir gern besuchen. So gibt es zur Zeit auf halbem Weg zum Waldmax die besten Buden zum Spielen. Dahinter, in Richtung Bunker, gibt es einen ganz steilen Berg, wo man viel Mut und Geschicklichkeit braucht, um ohne Hilfe herunterzukommen, zur Not auf dem Po. An heißen Tagen ist das „Verlorene Wässerchen“ unser Ziel, welches so heißt, weil es im trockenen Sommer manchmal verschwunden ist. Da gibt es sogar einen Sandstrand.

Sind wir besonders gut in Form, schaffen wir sogar den Weg bis zu den „Oltersteinen“, die sich schon fast an der Hansastraße befinden, aus Urzeiten stammen und natürlich zum Klettern einladen.

Im Park am Berufsschulzentrum beobachten wir gern die Vögel, die vielen Karpfen im Wasser, die Frösche, welche beim Quaken Blasen am Kopf machen und natürlich die Chefs des Parks: die Gänse. Und so manches Mal mussten wir unser Frühstück schnell verstecken, weil die Gänse gar zu aufdringlich wurden.

In der kalten Jahreszeit marschieren wir erst um 9 Uhr vom Kindergarten los, dafür ohne Rucksack. Da gehen wir gern bis zur Buckelpiste, wo man herrliche Wettrennen machen kann. Über den Friedhof bummeln wir ebenso ganz gern und suchen nach Engeln oder schauen uns das „Meer der tausend Tränen“ an.

 

 

Ist es im Wald gar so matschig, erkunden wir unser Stadtviertel, schauen mal, wo die Kinder wohnen, entdecken schöne Gärten oder laufen schon mal vom „Goldenen Augustin“ an der Elbe entlang bis zu unserem Kinderhaus.

Über die Jahre haben sich natürlich einige Rituale entwickelt. So erzählen wir uns am Gründonnerstag die Ostergeschichte im Wald und bauen das Felsengrab nach.

Oft sitzen wir dann eng aneinander gekuschelt in einer Bude oder unter Büschen und lauschen gespannt, wie es Jesus erging. An unserem letzten Donnerstag im Jahr, so kurz vor Weihnachten, denken wir an die Tiere des Waldes und schmücken einen oder mehrere Bäume mit Leckereien. Da ziehen wir schwer bepackt mit Rucksäcken voll Möhren, Äpfeln, Nüssen, Meisenknödeln u.a. in den Wald. An vielen Leckereien befinden sich Bändel, so dass wir sie aufhängen können, Nüsse und Sonnenblumenkerne streuen wir aus. Im neuen Jahr besuchen wir dann wieder die Futterstelle und staunen, dass alles weggefressen wurde. Meist finden wir nur noch die Bändel und die knoten wir dann wieder ab und nehmen sie mit ins Kinderhaus.

 

Vielleicht begegnen wir uns mal im Wald oder im Stadtviertel? Oder vielleicht haben Sie einen Geheimtipp für uns, erzählen uns eine Geschichte zu einem Gebäude, einem Weg, Baum oder Garten oder zeigen uns ihren Lieblingsort!?